Kneipp-Spezial Teil 3: Ernährungstherapie und Heilpflanzen

Gesunde Ernährungstherapie nach Sebastian Kneipp: Wellnessium.de informiert über eine vitale Ernährung mit leichter Kost, Heilpflanzen, Kräutern und natürlichen Produkten!

Kneipp-Spezial Teil 3: Ernährungstherapie und Heilpflanzen

Auch wenn seine Empfehlungen zur Ernährung schon mehr als hundert Jahre alt sind, würde Pfarrer Sebastian Kneipp damit auch heute noch den Nerv der derzeitigen Gesellschaft treffen. Denn vor allem Natürlichkeit und Leichtigkeit stehen auf seinem Speiseplan und das ist in unserer Zeit mit vielen Geschmacksverstärkern und Konservierungsstoffen sicher nicht out. Daher ist es auch kein Wunder, dass neben der Ernährung auch die Heilpflanzen eine der fünf Säulen seines Gesundheitssystems darstellen. Die Einnahme und Verwendung von Heilkräutern – vor allem zur Vorbeugung – spielen bei einer Kneippkur eine große Rolle.

Ernährungstherapie – Moderne Ernährung à la Kneipp: Ausgewogen und fettarm

Aber bleiben wir zunächst bei der Ernährungstherapie. Bei einer Kneippkur geht es heute weniger um eine Diät als um eine ausgewogene und gesunde Küche. Essen soll dabei auch Spaß machen und daher schmackhaft sein. Auch wenn Kneipp nicht wollte, dass sich seine Patienten schlank hungern, so rief er aber auch in puncto Ernährung zum Maßvollen auf: „Wenn du merkst, du hast gegessen, dann hast du schon zu viel gegessen“, soll er einmal gesagt haben. Auf die heutige Zeit übertragen kommt bei diesen Empfehlungen eine vollwertige Mischkost mit viel Gemüse, Obst und Getreideprodukten heraus. Außerdem sollten sehr viel mehr Milcherzeugnisse und weniger Fleisch gegessen werden. Fett darf natürlich auch nicht zu viel genossen werden, zum Kochen beispielsweise sind kalt gepresstes Raps- oder Olivenöl zu empfehlen. Auf das ein oder andere Glas Wein wollte auch der Pfarrer auch Bad Wörishofen nicht verzichten, denn wie gesagt: Der Schmaus soll ja nicht zur Qual werden! Dazu darf natürlich nicht die sonstige ausreichende Menge an Flüssigkeit fehlen – mindestens zwei Liter am Tag. Ganz wichtig ist eine ballaststoffreiche Ernährung: Steigen Sie um von Weißbrot auf Vollkornbrot. Hirse, Dinkel und das Müsli am Morgen spendieren Ihnen reichlich der wertvollen Inhaltsstoffe.

Heilpflanzen als Vorbeugung und Schutz vor Krankheiten

Seine Verbindung zur Natur drückte sich bei Kneipp auch in seiner Beziehung zu Pflanzen und Kräutern aus. Er verwendete sie nahezu überall – in Tees und Säften, als Badezusätze und Tinkturen oder Salben. „Die Natur ist die beste Apotheke“, lautet eine seiner meist zitierten Aussagen. Um aufkommende Krankheiten sogleich im Keim zu ersticken, nutzte er vor allem Tees wie Holunder- oder Lindenblütentee in seiner Phytotherapie gegen Erkältungen. Arnika soll gegen Rachenkatarrh und Zahnfleischentzündungen helfen. Die Ringelblume (Calendula) salbte er auf Wunden. Noch viele weitere Kräuter nutzte Kneipp für die Behandlung von Krankheiten und Beschwerden. Er beschrieb in einer kleinen Abhandlung eine gute Hausapotheke und erläuterte dabei die Wirkungsweise der verschiedenen Pflanzen und Kräuter. Krankheitssymptome und die Zubereitung von Tees oder Tinkturen erklärte er dabei in verständlicher Weise, sodass es für jedermann leicht nachzuahmen war. Kneipp entwickelte seine Kräutertherapie ständig weiter und schaute sich viel von den europäischen Klostergärten ab. Alles in allem war er ein wichtiger Wegbereiter der heute wieder sehr gefragten Homöopathie.

 
 
 

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