Kneipp-Spezial Teil 1: Traditionelle Wassertherapie nach Sebastian Kneipp

Gesund, fit und vital mit Kneipp: Wellnessium.de informiert rund um die Hydro- bzw. Wassertherapie nach Sebastian Kneipp!

Kneipp-Spezial Teil 1: Traditionelle Wassertherapie nach Sebastian Kneipp

Wer Kneippen hört, der denkt meist sofort an Wasser – und zwar an kaltes! Genau damit wollen wir von Wellnessium.de im ersten Teil unserer kleinen Serie über die weltberühmten Heilanwendungen des Pfarrers Sebastian Kneipp beginnen. Die vielen Praktiken mit dem kühlen, aber auch warmen Nass bescherten ihm den Beinamen „Wasserdoktor“. Das Wasser stellt eine der fünf Gesundheitssäulen der Kneipp-Kur dar. Also springen Sie mit uns hinein und erleben Sie, wie Bäder, Güsse und Wickel Ihren Körper positiv beeinflussen können.

Behandlungstherapie mit Wasser: Wärme und Kälte bringen den Körper auf Höchsttouren

Der Grundgedanke bei der kneipp‘schen Hydrotherapie ist die Wärme- und Kältereizung des Körpers. Über die Haut werden dann die Gefäße, das Nervensystem sowie die hormonellen Netzwerke angesprochen. Ein gut durchbluteter Körper wird seltener krank, das heißt: Vorbeugung ist ein wichtiges Ziel beim Kneippen. Zudem werden durch die Kalt-Warm-Reize die Abwehrkräfte gestärkt, der Kreislauf gefördert sowie Schmerzen gelindert. Chronische Beschwerden können Sie dadurch besser in den Griff bekommen. Es muss aber nicht immer der Wechsel zwischen warm und kalt sein.

Es wird bei den kneipp‘schen Wasseranwendungen außerdem zwischen kalt (bis 18 Grad Celsius), gemäßigt (bis 22 Grad Celsius), warm (bis 38 Grad Celsius) und heiß (bis 42 Grad Celsius) unterschieden. Ganz wichtig bei der kalten Behandlung ist, dass der Körper vorher warm war und es hinterher auch in kürzester Zeit wieder wird. Das kann zum Beispiel durch Bettruhe geschehen.

Überall ist Kneippen im Sinne der Wassertherapie erlaubt und möglich – auch zu Hause!

Die Anwendungsbereiche der Wasserkuren sind weit gestreut: Waschungen, Kräuterbäder, Wickel, Güsse, Dampfbäder, Reibungen oder das bekannte Wassertreten. Angewandt wird die Wassertherapie nach Kneipp entweder in einer Kur an einem staatlich anerkannten Kneippkurort, im Rahmen des Programms eines Kneippvereins oder Sie ahmen die Therapien in Eigenregie zu Hause etwa unter der Dusche nach.

Wir wollen Ihnen hier als Schwerpunkt die eher unbekannten Bäder in der kneipp‘schen Tradition etwas näher bringen. Wenn Sie mehr etwa über das Wassertreten oder die Güsse unter der Dusche erfahren wollen, verweisen wir Sie gerne auf den Artikel „Kneippen Sie sich schön!“. So gibt es zum Beispiel die sogenannten ansteigenden Armbäder, bei denen das Herz entlastet und der Blutdruck gleichzeitig gesenkt werden kann. Dabei wird das anfangs etwa 33 Grad Celsius warme Bad auf bis zu 39 Grad Celsius erwärmt. Lassen Sie Ihre Arme danach einfach an der Luft trocknen und helfen Sie der Verdunstung durch das Schwingen der Arme nach. Wechselarmbäder, bei denen abwechselnd die Arme in kaltes und warmes Wasser eingetaucht werden, gehen gut gegen Bluthochdruck vor. Wechselfußbäder dagegen helfen gegen die ersten Anzeichen einer aufsteigenden Erkältung wie etwa das Kratzen im Hals. Einzig und allein kalte Fußbäder regen den Kreislauf an und bekämpfen damit Müdigkeit und Kopfschmerzen.

 
 
 

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