Fitness-, Sicherheits- und Funfaktor im Tennis unter der Lupe

Tennis als Allround-Sportart für jedermann: Fitness, Sicherheit und Spaß mal genauer untersucht!

Fitness-, Sicherheits- und Funfaktor im Tennis unter der Lupe

1985 begann alles so richtig: Boris Beckers grandioser Sieg in Wimbledon machte den Weißen Sport bekannter und beliebter denn je. Tennis erlebte daraufhin einen großen Boom – Hunderttausende Menschen tobten sich auf dem roten Ascheplatz oder in der Halle aus. Auch wenn heute die Euphorie längst wieder Normalmaß angenommen hat, so hat das schnelle Spiel um den leuchtend-gelben Filzball viele Fans. Kein Wunder: Wie nur wenige andere Sportarten trainiert Tennis den ganzen Körper, dessen Fitness und Muskulatur, fördert durch die Bewegungen nicht nur die Kondition, sondern durch die Schnelligkeit auch die Konzentration und macht natürlich großen Spaß – erst recht, wenn es am Ende einer schweißtreibenden Partie heißt: Spiel, Satz und Sieg!

Aller Anfang ist schwer – erst recht beim Tennis!

Vor dem ersten Aufschlag allerdings hat der liebe Tennis-Gott jedoch ein paar Trainerstunden gesetzt: Zwar ist es nicht allzu schwierig, einen Schläger in der Hand zu halten und damit einen kleinen Ball zu treffen, damit dieser durch die Lüfte fliegt. Jedes Kind hat darin Übung. Aber nicht unwesentlich ist beim Tennis die Flugbahnberechnung des Balls. Damit wird Tennis zwar nicht automatisch nur ein Sport für Mathematik-Profis, aber Hand und Auge sind ständig im Einsatz und müssen beide im Einklang reagieren können.

Woher kommt der Ball? Wie nehme ich ihn an? Wohin schlage ich ihn am besten, damit der Spielgegner ihn nicht mehr erreicht? Die ersten Übungen kann sich jeder sicherlich von einem geübten Tennisspieler abgucken, aber dennoch sollte man sich nicht vor Trainerstunden scheuen. Nur vom Profi kann man die Grundbewegungen und Stellungen bestens lernen: Vorhand, Rückhand, Volley, Aufschlag usw. Und wer sie dann einmal beherrscht, verlernt sie meist nie mehr. Der Trainer kann auf die Bedürfnisse und das Talent des Einzelnen optimal eingehen. Ob nun Einzelstunden oder Training in der Gruppe – das macht dabei keinen Unterschied. Und Tennis ist dabei zum Glück eine Ganzjahressportart für Menschen jeden Alters.

Auf den richtigen Trainingspartner kommt es an

Es dauert auch dann nur ein paar Stunden und Trainingseinheiten bis der Anfänger sein Gelerntes erstmals in einem lockeren Spiel ausprobieren kann. Ratsam ist natürlich, dass der Gegner bzw. Spielfreund in etwa das gleiche Spielniveau hat – ansonsten kommt schnell Frust auf. Sollte der Partner hinter dem Netz jedoch schwächer sein, dann nutzt man das Spiel am besten gleich dazu, die eigenen Taktiken zu verbessern und Schlagbewegungen zu verfeinern. Denn am Ende ist Tennis nicht ungefährlich. Wird der Ball nicht getroffen, kann man sich durch den großen Schwung mit dem Schläger verletzen – Kunststoff kann ganz schön hart sein.

Ascheplatz, Rasen oder Hallenboden: Selbstverständlich ist stets auf das richtige Sohlenprofil der Tennisschuhe zu achten – auch wenn dadurch Stolpern nicht ganz vermeidbar ist. Das hektische Hin-und-Herlaufen birgt so manche Schürfwundengefahr und im schlimmsten Fall auch ernsthafte Verletzungen durch Umknicken. Nie sollte man aus tiefer Verärgerung wie der damalige US-Tennis-Profi John McEnroe den Schläger mit voller Wucht auf den Boden werfen: Im ungünstigsten Fall kommt er wie ein Bumerang zurück. Natürlich bleiben viele auch vom altbekannten Tennisarm nicht verschont ; auch unter dem sogenannten Tennis-Ellbogen leiden viele Spieler. Beide entstehen durch einseitige Belastungen. Laien sind daher auch häufiger davon betroffen als Profis. Für alle ist deshalb immer ein konsequentes Aufwärmtraining zu empfehlen, durch das die Muskeln und Gelenke gedehnt werden. Auch Schwielen an den Händen sind oft schmerzhafte Nebenwirkungen durch das Tennisspiel.

Auch wenn Tennis eine Zweikampfsportart ist: Das Ballspiel ist geprägt von großer Fairness. Natürlich ist es ein pures Glücksgefühl, wenn der Punkt durch den Ball auf der Linie gemacht wird. Aber auch bei einem gegnerischen Netzroller kann man sich nach einem tollen Ballwechsel mitunter mitfreuen. Denn immerhin kommt es auch auf ein spannendes Spiel an – nicht nur auf den Sieg!

 
 
 

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