Laufuntergrund Asphalt, Wiese, Waldboden: Auf den richtigen Laufschuh kommt es an

Jogging und Laufen am richtigen Laufuntergrund: Mit dem passenden Laufschuh auf Asphalt, Wiese und Waldboden über Stock und Stein

Laufuntergrund Asphalt, Wiese, Waldboden: Auf den richtigen Laufschuh kommt es an

Schuhe an, Tür auf und mit dem ersten Schritt startet sofort das Fitnessprogramm für den ganzen Körper. Kennen Sie eine Sportart, bei der Sie schneller auf Touren kommen als beim simplen Laufen? Aber so einfach die Sportart auf den ersten Blick auch erscheinen mag – in ihr stecken viele verschiedenen Trainingsmöglichkeiten, bei denen es meist vor allem auf eines ankommt:  den richtigen Schuh zum richtigen Laufuntergrund. Wir erklären Ihnen, welcher Laufschuh Ihnen auf Asphalt, Wiese oder Waldboden den rechten Weg weist! Schon einmal vorab die generelle Regel: Der Schuh darf auf keinen Fall drücken und muss in jedem Fall ausreichend dämpfend auf die Gelenke und Bänder wirken sowie den Sprunggelenken Halt geben.

Wald und Wiese schonen die Gelenke

Wer die Möglichkeit hat, der flüchtet beim Joggen am liebsten in die Natur – also fangen wir beim Waldweg an. Neben einer guten Kondition ist hier auch Konzentration gefordert, denn auf wurzeligen Wegen muss jeder Schritt sehr gut bedacht sein. Schnell knickt der Fuß auf einer Unebenheit wie Stein oder Wurzelwerk um! Ständig muss der fitnessbegeisterte Waldgänger daher seinen Bewegungsablauf beobachten, die Geschwindigkeit erhöhen oder drosseln. Für Läufer mit Problemen an der Achillesferse ist der Waldweg daher nicht die ideale Wahl. Weil der Boden recht weich ist, darf hier die Dämpfung einmal etwas außer Acht gelassen werden. Eher kommt es darauf an, dass der Schuh ein gutes Profil hat, damit keine Rutschgefahr auf eventuell feuchtem und glitschigem Waldboden besteht. Vor allem wenig geübte Waldläufer brauchen unbedingt einen festen Halt, da ihre Muskulatur selbst noch nicht genügend Unterstützung bietet. Noch weicher ist der Untergrund meist auf der Wiese, sodass hier ebenfalls ein „geländegängiger“ Schuh empfohlen wird. Vor allem Frühsportler kriegen oft noch den Tau auf den Wiesen zu spüren. Damit Sie aber doch besser keine nassen Füße bekommen, sollten Sie zu Laufschuhen aus wasserabweisenden Materialen greifen. Besonders gefordert durch den weichen Wiesenboden wird übrigens die Beinmuskulatur.

Auf unerbittlich hartem Asphalt sind Stoßdämpfer unerlässlich

Ist kein Wald und keine Wiese in Sicht, erweist sich das Laufen auch auf Asphalt als äußerst positiv und besitzt demnach nicht nur Nachteile. Umknicken passiert hier nicht so leicht, da die Strecken meist gerade, eben und ohne Steigungen sind – für Langstreckenläufer oder solche, die es werden wollen, ein perfektes Trainingsgelände. Laufschuhe für den harten Straßenboden brauchen also weniger Stabilität zu leisten, dafür müssen sie aber eine Menge abfedern! Der im wahrsten Sinne des Wortes steinharte Boden drückt auf die Gelenke. Ein Laufschuh für Asphalt ist der einzige Dämpfer dazwischen und muss gute Dienste leisten. Am meisten trägt dazu die Zwischensohle bei. Aber auch Gel-Einlagen in den besonders stark belasteten Fersen- und Fußballenbereichen federn die harten Stöße etwas ab. Ganz besonders wichtig ist hier das eigene Laufverhalten. So rollen Menschen mit „X“- oder „O“-Beinen den Fuß jeweils ganz anders ab und benötigen an unterschiedlichen Stellen Unterstützung.

Für die Qual der Wahl ist oft eine Laufbandanalyse nützlich, die in manchen Fachgeschäften angeboten wird. Auch die Tageszeit beim Laufschuhkauf ist entscheidend: Am besten sollte man morgens in die oft noch leeren Geschäfte gehen, denn dann sind die Füße natürlicherweise noch nicht angeschwollen. Höchstens 1000 Kilometer schafft ein Laufschuh in seinem Leben, dann hat er ausgedient. Schauen Sie doch einmal, ob und wann Sie ihn überholen können!

 
 
 

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