Wellnessium Buch-Empfehlungen

Lexikon der Fitness-Irrtümer: Mißverständnisse, Fehlinterpretationen und Halbwahrheiten von Aerobic bis Zerrung

Infos:

Autor: Gunter Frank, Udo Pollmer, Susanne Warmuth
Verlag: Eichborn
Seiten: 432 Seiten
Typ: Gebundene Ausgabe
erschienen: 2003-09
Auflage:
ISBN: ISBN-3821839430
Bewertung:

Die Fitnesswelle rollt und rollt. Nichts und niemand kann sie aufhalten? Ein wackeres Autorentrio versucht es wenigstens. Nach dem Lexikon der populären Ernährungsirrtümer sagen Udo Pollmer und Susanne Warmuth diesmal gemeinsam mit Gunter Frank den Lügen, Mythen und Halbwahrheiten zum Thema Fitness den Kampf an. Nach Prüfung der einschlägigen Untersuchungen kommen die Autoren zu einem klaren Urteil: "Die Versuche, den Beweis zu führen, dass länger oder gesünder lebt, wer sich 'bewusst' ernährt und Schweiß vergießt, sind kläglich gescheitert." Mehr noch: Die Nebenwirkungen des Sports wie Langzeitschäden oder Produktionsausfälle durch Sportverletzungen scheinen die möglichen positiven Wirkungen volkswirtschaftlich zu übertreffen.

Wenn hier von "Bewegungs-Terror", Muskel- und Schlankheitswahn oder "Wellness-Hysterie" die Rede ist, dann zielt die reichlich eingesetzte Polemik auf das milliardenschwere Geschäft mit dem Sport. Nahrungsergänzungsmittel, Hormontherapie, teure Spezialausrüstung, isotonische Getränke oder Energydrinks -- alles ebenso kostspielig wie nutzlos. Die präsentierten Belege und wie hier argumentiert wird: alles durchaus überzeugend. Und doch ist man sich bei der Lektüre nie ganz sicher, ob nicht nur vor allem solche Untersuchungen zitiert werden, die ins eigene Konzept passen. Und wie beim Lexikon der populären Ernährungsirrtümer besteht auch diesmal die Gefahr, dass das Kind mit dem Bade ausgeschüttet wird. Aus berechtigter Kritik wird fast so etwas wie eine Generalverdammung des Sport.

Gesundheit oder Lebenserwartung werden von so vielen Faktoren beeinflusst, dass ein wissenschaftlicher Nachweis der Wirkung des Sports naturgemäß sehr schwer fällt. Ausschlaggebend beim Sporttreiben müsste deshalb das eigene Wohlbefinden sein. Niemand sollte sich deshalb von dem skeptischen Grundton dieses Lexikons davon abhalten lassen, das selbst auszuprobieren. --Christian Stahl

 


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