Die Blutegeltherapie: Effektive Behandlung von Rheuma, Krampfadern, Zerrungen und Co.

Gesunde Blutegeltherapie – Hilfe aus der Alternativmedizin: Blutegelbehandlung gegen Rheuma, Arthrose, Zerrungen, Venenleiden und Co.!

Die Blutegeltherapie: Effektive Behandlung von Rheuma, Krampfadern, Zerrungen und Co.

Sie sind klein, schwarz und glänzen. Die Vorstellung, dass Blutegel auf dem Körper ausgesetzt werden, um sich in der Haut festzusaugen, ist nicht unbedingt jedermanns Sache. Da die Therapie mit den kleinen Würmern aber schon eine jahrtausendalte Tradition hat, kommt ihr eine gar nicht mal so ungewöhnliche Betrachtung zu. Für das eigene Begreifen ist es wichtig zu wissen, dass die Blutegel anders als manch andere Parasiten keine schädlichen Stoffe, sondern entzündungshemmende Substanzen beim gleichzeitigen Blutaussaugen freisetzen. Sie tun uns also nichts, sondern sie helfen – etwa bei Venenleiden, Rheuma oder Arthrose.

Blutegel – Nützlicher Parasit mit jahrtausendalter Tradition

Mitte des vergangenen Jahrhunderts war die Blutegeltherapie jedoch sehr aus der Mode gekommen und fand erst in jüngster Zeit wieder regen Zulauf. Schon rund 1500 Jahre vor Christi Geburt finden sich die ersten Aufzeichnungen über die Verwendung von Blutegeln zur medizinischen Behandlung beim Menschen. Grundsätzlich ist das immer dann angebracht, wenn es um Durchblutungsstörungen geht. Staut sich beispielweise das Blut in den Venen oder in den Lymphgefäßen, so werden Blutegel erfolgreich zum Einsatz gebracht. Was passiert nun genau bei der Therapie mit dem nützlichen Parasiten?

Tauschgeschäft Blutegeltherapie: Blut gegen heilende Substanzen

Keine Angst – der Biss des Blutegels ist nicht spürbarer als ein Mückenstich. Eine zunächst abgesonderte Substanz bewirkt, dass sich die Poren der Haut öffnen. Mit kleinen Zähnen sägt das Tierchen sich durch die Haut, um an das Blut zu gelangen. Rhythmische Bewegungen des in der Ruhephase etwa zehn Zentimeter langen Wurms zeigen an, dass er sich festgesaugt hat. In die Wunde wird nun ein Sekret namens Hirudin abgegeben. Es ist gerinnungshemmend, beschleunigt den Lymphstrom und wirkt gegen Thrombose. Das Blut wird zum Fließen gebracht, Stauungen können sich lösen. Andere abgegebene Substanzen sind zudem entzündungshemmend. Im Gegenzug sättigt sich der Blutegel mit Blut – das kann von einer halben bis zu drei Stunden dauern. Ein Egel kann bis zu 20 Milliliter Blut zu sich nehmen – und selbst der Entzug des Blutes hat positive Seiten: Er ist entgiftend und krampflösend, außerdem wirkt er erleichternd und beruhigend. Der Blutegel löst sich von selbst ab, wenn er satt ist und sollte keinesfalls gewaltsam entfernt werden. Sonst besteht für die Wunde durch die noch verankerten Zähnchen eine Infektionsgefahr.

Eine Nachblutung kann bis zu zwölf Stunden dauern und sollte nicht unterbunden werden. Dadurch wird der Effekt der Blutegelbehandlung – nämlich der beschleunigte Blutfluss – noch intensiviert. Außerdem werden Keime aus der Wunde getrieben. Wie viele Egel zum Einsatz kommen, hängt von der Konstitution des Patienten ab. In der Regel werden zwei bis zehn Tiere eingesetzt. Entzündete Hautstellen sollten ausgespart werden. Zu ihrer Heilung werden die Egel in die Nähe gesetzt.

 
 
 

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