Kleine Hausmittelkunde: Richtige Behandlung von Zeckenbissen

Effektive und hilfreiche Hausmittel gegen Zeckenbisse: Gezielte Behandlung und Heilung

Kleine Hausmittelkunde: Richtige Behandlung von Zeckenbissen

Schon allein beim Gedanken an eine Zecke müssen Sie sich vermutlich schütteln: Die kleinen Blutsauger haben wirklich geringe Sympathiewerte. Kein Wunder, denn immerhin sind die kleinen Spinnentiere doch als Überträger von teils lebensgefährlichen Krankheiten bekannt. Wie Sie einer Zecke am besten aus dem Weg gehen können und was Sie beim Zeckenbiss am besten tun, das lesen Sie hier bei Wellnessium.de – Ihrem persönlichen Hausmittel-Ratgeber!

Raus mit dem Blutsauger – so schnell wie möglich!

Wenn Sie bemerken, dass Sie eine Zecke gebissen hat, bewahren Sie erst einmal Ruhe. Das Wichtigste ist jetzt, den Parasiten so schnell wie möglich gut und vor allem richtig zu entfernen. Da der Borreliose-Erreger erst fast am Ende des Saugvorgangs injiziert wird, sind die Chancen einer Infektion somit noch gering. Suchen Sie Ihre Kinder daher am besten nach jedem Spielen in freier Natur gründlich ab. Es kursieren zahlreiche „Geheimtipps“ zum Entfernen der Zecken – vom Abbrennen bis zum Einreiben mit Klebemittel. Unser Rat: Lassen Sie die Finger davon! Beträufeln Sie die Zecke auch auf keinen Fall mit Öl, Alkohol o.ä., wie es oftmals geraten wird. Diese Mittel sind meist unwirksam und sogar gefährlich: Das Tierchen wird dadurch so nervös, dass es seinen Darm direkt in der Wunde entleert. Die Ausscheidungen erhöhen demnach das Infektionsrisiko sehr stark.

Die Zecke lässt sich am besten mithilfe einer speziellen Zange oder Karte entfernen: Diese packt die Zecke viel besser dicht an der Haut als Ihr Finger. Den Parasiten drehen Sie nicht raus, sondern ziehen ihn gerade nach oben heraus. Achten Sie auch darauf, ihn nicht zu quetschen, denn das könnte vermeintliche Erreger erst noch in Ihren Organismus befördern. Haben Sie es nicht geschafft, die ganze Zecke herauszuziehen, so sollten Sie unbedingt Ihren Arzt aufsuchen.

Beobachten Sie unbedingt die Wundstelle!

Erst im Nachhinein können Sie mit einigen Hausmitteln der Wunde heilen helfen. Der wichtigste Schritt ist aber zunächst, die Einstichstelle zu beobachten. Am besten umkreisen Sie die Wunde mit einem Kugelschreiber. Sind in den kommenden Tagen rundherum oder in der Nähe Rötungen zu erkennen, könnte dies die sogenannte Wanderröte sein, die auf die Borreliose hinweist. In diesem Fall sollten Sie sofort zum Arzt gehen – ansonsten können Sie lediglich die Wundstelle behandeln. Gegen den Juckreiz verwenden Sie am besten antiallergische Medikamente wie bei einem Mückenstich. Oder Sie streichen zerriebene Spitzwegerich-Blätter auf die juckende Stelle. Auch ein mit Essigwasser getränktes Tuch kühlt und hilft gegen die Entzündung.

Vorbeugung ist die beste Medizin

Damit es erst gar nicht so weit kommt: Nackte Haut und ein ausführlicher Streifzug durchs Gebüsch sollten sich verbieten. Aber auch in hohen Gräsern sollten Sie zur Sommerzeit immer lange Kleidung tragen. Wenn Sie Körperstellen aber unbedeckt lassen wollen, schützen Sie sich am besten mit handelsüblichen Schutzmitteln (Sprays, Deo etc.). Auch Teebaumöl soll Zecken fernhalten. Wenn Sie in zeckengefährdeten Gebieten wohnen, erweist sich eine Impfung gegen FSME als besonders wichtig und äußerst essentiell.

Wo stecken Zecken eigentlich?

Zecken gibt es fast überall auf der Welt. In Deutschland ist ihre Verbreitung allerdings am häufigsten – genau genommen in Süddeutschland. Wer hier lebt oder als Tourist besonders in den Alpenregionen unterwegs ist, ist permanent dem Risiko eines Zeckenbisses ausgesetzt. Zecken verstecken sich in Bodennähe – also an Gräsern, an Sträuchern, auf der Wiese, im Unterholz. Von Bäumen lassen sie sich, wie oft behauptet wird, übrigens nicht herunterfallen. Oft monatelang harren die durstigen Tierchen aus und lauern ihrem Wirt auf. Wandern Sie beispielsweise durch hohes Gras und streifen dabei den Winzling, so sucht dieser sich instinktiv bei Ihnen eine unauffällige Stelle für die Blutmahlzeit: Hinterm Ohr, in den Achselhöhlen, in der Kniekehle oder in der Schamgegend – überall dort, wo es zudem feuchtwarm ist. Der Biss, oder auch als Stich bezeichnet, als solches ist nicht gefährlich – erst durch den Saugvorgang können Bakterien und Viren, die im Speichel oder Kotenthalten sind, auf Sie übertragen werden. Die Zecke besitzt einen mit kleinen Widerhaken besetzten Stechrüssel, der sich nach dem Einstich wie ein Regenschirm in Ihrer Haut aufspannt. Und dann pumpt sich die Zecke meist tagelang unbemerkt voll – denn die Zecke hat Ihnen automatisch ein schmerzstillendes Sekret verabreicht.

Überträger der Borreliose und FSME

Die bekanntesten und gefährlichsten Krankheiten, die Zecken übertragen können, sind die schon genannte Borreliose und eine spezielle Form der Hirnhautentzündung, die sogenannte Früh-Sommer-Meningo-Enzephalitis – kurz FSME. Gegen FSME, deren Erreger etwa nur in jeder 100. bis 500. Zecke nachzuweisen ist, gibt es zum Glück eine Impfung. Wer nicht geimpft ist und nach einer Infektion unbehandelt bleibt, riskiert im schlimmsten Fall dauerhaft gesundheitliche Schäden oder sogar Lähmungen. Die Borreliose ist hingegen allein schon deswegen heimtückisch, weil es gegen sie keine Impfung gibt. Dabei trägt schon jede fünfte Zecke den Erreger in sich. Erstes Anzeichen ist eine schmerzlose, meist ringförmige Rötung um die Einstichstelle. Erst Wochen später können sich Jucken, Brennen, Übelkeit oder grippeähnliche Symptome zeigen. Allgemein gilt: Je eher die Krankheit erkannt wird, desto besser die Heilungsmöglichkeiten mit Antibiotika.

 
 
 

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