Schokolade – Die süße Lust: Die Rolle von Schokolade in der Ernährungswelt

Die Schokolade als süße Sünde in der Gesundheits- und Ernährungswelt

Schokolade – Die süße Lust: Die Rolle von Schokolade in der Ernährungswelt

Manchem läuft bereits beim Wort Schokolade das Wasser im Mund zusammen: Bei exzessiven Naschkatzen ersetzt sie nicht selten eine komplette Mahlzeit; Kindern dient sie als Gegenleistung für ein paar Minuten Ruhe, bei gestressten Menschen gilt sie als passende Belohnung nach einem anstrengenden Tag. Schokolade ist aus unserem Leben und der "Ernährung" einfach nicht mehr wegzudenken. Sie ist fester Bestandteil als Dessert auf den Speisekarten dieser Welt und es gibt sie in tausenden Varianten: Von der köstlichen Mischung aus Kakaobutter, Zucker und Milch isst jeder Europäer einige Kilos pro Jahr. Und das schlechte Gewissen is(s)t immer mit dabei.

Tatsächlich ist die Nährwerttabelle auf der Rückseite einer Tafel Schokolade kein appetitlicher Anblick: 50 Prozent Zucker und 35 Prozent Fett machen die Süßigkeit zu einer wahren Kalorienbombe. Ein Viertel des täglichen Energiebedarfs eines normalen, erwachsenen Menschen kann eine normale Sorte damit sehr schnell decken. Menschen mit Diabetes oder Bluthochdruck ist der Konsum von Schokolade ohnehin nur in Maßen zu empfehlen. Allen anderen wird geraten, jedes Stückchen Schokolade nicht endlos in sich hineinzustopfen, sondern wirklich zu genießen. Den zarten Schmelz der Lieblingssorte langsam auf der Zunge zergehen zu lassen – das ist wahrer Höchstgenuss, den selbst „Schokoholics“ lernen können.

Schokolade – Stimmungsaufheller und Wachmacher zugleich

Bei allen Warnungen sollte der Verzehr aber nicht verteufelt werden. Schokolade hat jede Menge wertvolle Substanzen im Hinblick auf die Gesundheit. Verantwortlich dafür ist der Hauptbestandteil Kakao. Weil der bereits in früheren Zeiten als Stimmungsaufheller bekannt war, wurden Kakaoprodukte, also auch Schokolade noch im 19. Jahrhundert, lediglich in Apotheken verkauft. In der Tat stimulieren Substanzen wie Anamid oder Polyphenole unser Nervensystem auf positive Weise. Das meiste davon ist allerdings leider doch Einbildung: Denn um die Produktion von Glücks- und Lusthormonen spür- und messbar zu steigern, müsste man auf einen Schlag gleich mehrere Kilogramm Schokolade vertilgen und das wiederum bringt andere Nachteile mit sich. Koffein und Theobromine sind Stoffe, die anregend wirken. Forscher fanden heraus, dass eine halbe Tafel Schokolade tatsächlich ähnlich konzentrationsfördernd und wachmachend wirkt wie zwei Tassen Kaffee.

Gut für die Zähne und verdauungsfördernd – in der Theorie!

Wissenswert ist vielleicht auch, dass die Kakaobohne sogar Fluor liefert und so potenziell auch unsere Zähne stärken sowie – rein theoretisch – sogar einen Schutz vor Karies bieten könnte. Doch leider macht der hohe Zuckeranteil in der Schokolade genau das wieder zunichte. Zucker ist deshalb in rauen Mengen enthalten, weil die Kakaobohne an sich zu bitter schmeckt. Doch der eigentliche Geschmack ist in den letzten Jahren zum Trend geworden: Bitterschokoladen mit einem hohen Kakao-Anteil von sogar bis zu 90 Prozent sind immer beliebter geworden. Inzwischen erkennen Ernährungswissenschaftler den leicht blutdrucksenkenden Effekt bei diesen Sorten an. Ein paar Gramm täglich senken laut einer Langzeitstudie unter tausenden Erwachsenen den Blutdruck nachweislich. Ballaststoffe sind ebenso im verführerischen Genuss enthalten. Das bedeutet, dass Schokolade grundsätzlich auch der Verdauung helfen kann, wobei eine Scheibe Vollkornbrot sicherlich die bessere Alternative darstellt.

 
 
 

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