Insektengiftallergien im Überblick: Biene, Hummel, Wespe, Hornisse & Co.

Insektenstiche sind oftmals nicht ohne Nebenwirkungen: Ganz egal, ob es sich dabei nun um einen Bienenstich, Wespenstich, Hornissenstich, Hummelstich oder Ameisenstich handelt – Insektengifte können für Allergiker gesundheitliche Schäden haben. Wellnessium.de stellt Ihnen die häufigsten Insektengiftallergien im Überblick vor und erklärt, welcher Insektenstich welche Auswirkungen mit sich bringen kann!

Insektengiftallergien im Überblick: Biene, Hummel, Wespe, Hornisse & Co.

Im Sommer von einem Insekt gestochen zu werden, ist immer unangenehm. Wenn man allerdings auf das Insektengift auch noch allergisch reagiert, kann es für den Betroffenen gesundheitliche und im schlimmsten Fall sogar tödliche Folgen haben. Welches Insektengift welche Überreaktion Ihres Körpers hervorrufen kann, und was Sie im Notfall tun können, erklärt Ihnen auf verständliche Weise Wellnessium.de – wir informieren Sie über Insektengiftallergien im Detail!

Der Insektenstich: Eine tödliche Gefahr

Sticht ein Insekt zu, bleibt das nie ganz ohne Folgen. Um die Einstichstelle bilden sich meist eine Rötung und eine Schwellung. Ein Schmerz oder zumindest ein Jucken halten einige Zeit lang an. Die meisten Insektenstiche verlaufen aber harmlos. Schlimmer trifft es mehr als zwei Millionen Menschen in Deutschland, die nach Einschätzung des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen (ÄDA) nach dem Stich einer Wespe oder Biene an einem Allergieschock sterben könnten. Das Statistische Bundesamt verzeichnet jährlich durchschnittlich 20 solcher Todesfälle. Reagiert ein Mensch allergisch auf einen Insektenstich, so kann er innerhalb weniger Minuten Atemnot, Hautausschlag, Schwindel, Zittern oder Übelkeit erleiden. Bei einem allergischen Schock kommt es zur Bewusstlosigkeit, mitunter auch zum Atemstillstand.

Auslöser für eine Insektengiftallergie sind Fremdkörper (Antigene), die in den Blutkreislauf kommen. Reagiert ein Organismus allergisch auf diese Fremdkörper, so werden sie als Allergene bezeichnet. Bei einer Allergie produziert der Körper nach einem zweiten Stich zu viele Antikörper gegen diese Allergene, was folglich zu einer Überreaktion des Körpers führt.

Insektengiftallergie 1: Honigbienen

Das Gift der Bienen enthält die Allergene Phospholipase A, Mellitin und Hyaluronidase. Ein einzelner Bienenstich verläuft immer schmerzhaft, ob man allergisch reagiert oder nicht. Erst mehrere hundert Stiche können für den Menschen lebensgefährlich werden. Sticht die Biene allerdings in den Hals- oder Rachenbereich, so können infolgedessen die Atemwege zuschwellen. Allergiker können nach einem Bienenstich die ganze Bandbreite an Merkmalen zeigen – von etwas stärkerer Schwellung bis hin zu Atemnot und Atemstillstand. Bei solchen Reaktionen sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden.

Insektengiftallergie 2: Wespen

Im Wespengift sind die Allergene Hyaluronidase, Phospholipase A und B enthalten. Auch hier können – ähnlich wie bei der Biene – heftige Überempfindlichkeitsreaktionen entstehen.

Insektengiftallergie 3: Hummeln

Auch Hummeln können stechen – das wissen nur wenige. Und auch hier kann es, wie bei Bienen und Wespen, zu einer allergischen Reaktion kommen. Der Hummelstich ist aber weniger schmerzhaft, weil die Hummel den Stachel wieder herauszieht und dadurch weniger Gift in den Körper gelangt.

Insektengiftallergie 4: Hornissen

Entgegen der landläufigen Meinung ist ein Hornissenstich weitaus weniger giftig als der einer Biene. Allerdings sorgt der im Hornissengift enthaltene Stoff Acetylcholin dafür, dass ein Stich der Hornisse deutlich mehr schmerzt als der einer Biene, Wespe oder Hummel.

Insektengiftallergie 5: Ameisen

Auch Ameisen können stechen – zum Beispiel die Große Knotenameise. Allerdings wurden dabei bislang selten allergische Reaktionen beobachtet.

Langfristige und kurzfristige Hilfe bei Insektengiftallergien

Wenn Sie wissen, dass Sie allergisch auf einen Insektenstich reagieren, sollten Sie in freier Natur immer eine Notfallapotheke bei sich tragen. Dazu gehören ein Kortison-Präparat, ein Antihistaminikum und ein Mittel, das Adrenalin enthält. Den anschließenden Gang zum Arzt oder ins Krankenhaus sollten Sie trotz dieser Erstbehandlung natürlich nicht auslassen. Langfristig können Sie einer Insektengiftallergie mit einer speziellen Immuntherapie entgegenwirken. Sie wird Hyposensibilisierung genannt und kann bis zu fünf Jahre dauern. Die Geduld lohnt sich aber: Danach haben Sie einen hohen Schutz gegen die lebensbedrohende Allergie.

 
 
 

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