In vino veritas – Die Rolle edler Wein-Tropfen in der Ernährungs- und Gesundheitswelt

Rotwein, Weißwein sowie edle Wein-Tropfen unter der Lupe: Wellnessium.de präsentiert eine Leser-Verkostung von erlesenem Weingenuss auf höchstem Niveau!

In vino veritas – Die Rolle edler Wein-Tropfen in der Ernährungs- und Gesundheitswelt

„In vino veritas“ ist nicht (nur) der Ausspruch des modernen Menschen, dessen Zunge nach reichlichem Weinkonsum etwas locker ist. „Im Wein liegt die Wahrheit“ soll die Feststellung eines römischen Gelehrten gewesen sein, der dies um die Zeit von Jesu Christi in sein naturwissenschaftliches Lexikon geschrieben hat. Und eigentlich ging die Phrase noch weiter: „In Wasser liegt die Gesundheit“, hieß es schon damals. Doch es spricht viel dafür, beides miteinander zu verbinden: „Wein kann in Wahrheit gesund sein“. Längst spielt der bereits seit acht Jahrtausenden vergorene Saft der Weinbeeren eine große Rolle in der heutigen Ernährungs- und Gesundheitswelt. Er ist nicht nur der vielseitige Begleiter zu zahllosen Gerichten, sondern wird auch wegen seiner gesundheitsfördernden Wirkung gelobt.

Edle Wein-Tropfen mit allerlei Charakteristika

Wein ist ein edles Getränk. Die Herstellung eines exzellenten Tropfens erfordert viel Zeit und Können, dabei ist seine Entstehungsgeschichte eigentlich recht einfach. Der Traubensaft enthält neben Wasser vor allem Säure und Zucker. Vergärt die Traube, so wandelt sich der Zucker in Alkohol um – und der ist essentiell: Ohne Alkohol wäre Wein furchtbar sauer und würde weniger intensiv schmecken. Phenole sind chemische Substanzen aus der Natur, die je nach Zusammensetzung verantwortlich sind für die Farbe, die Haltbarkeit, den Geschmack, den Geruch und die sogenannte Textur eines Weins. Mit Textur meinen Weinkenner das „Gefühl“, den der Wein im Mund hinterlässt: samtig, cremig, schmelzig, voll, leicht, trocken, blumig. Wein wird mit unendlich vielen Worten beschrieben – allein daran lässt sich erkennen, dass der Rebensaft kein normaler Durstlöscher ist. Von Abgang bis Zweigelt – bei jedem Glas lässt sich hervorragend über die Welt des Weins philosophieren.

Wer ist gesünder: Rotwein oder Weißwein?

Doch Vorsicht: Gerne wird mit Verweis auf den hohen Rotwein-Konsum der Franzosen und deren vergleichsweise geringer Zahl an Herz-Kreislauf-Erkrankungen auch bei uns oft zu viel am Glas genippt. Dabei ist längst widerlegt: Rotwein ist nicht unbedingt gesünder als Weißwein. Zwar enthalten rote Sorten mehr schützende Antioxidantien, dafür sind diese im Saft des „weißen Bruders“ wohl wirksamer. Unbestritten ist, dass Alkohol das Blut verflüssigt und den darin enthaltenen Gehalt an schlechtem Cholesterin senkt. Auch hilft er, den Blutdruck zu senken – was sich aber genau ins Gegenteil verkehrt, wenn man mehr als 0,1 Liter davon trinkt. Die schon beschriebenen Phenole sind überwiegend als Pluspunkte zu verbuchen – unter anderem sollen sie laut Studien auch Knochen stärken oder gut fürs Zahnfleisch sein. Phenole kann man übrigens auch alkoholfrei genießen – und zwar ganz nüchtern in Form von Traubensaft oder roten Trauben, wo sie auch im Fruchtfleisch aber vor allem in der Schale stecken. Amerikanische Wissenschaftler sind sich übrigens auch sicher, dass Wein die Entstehung von Plaque und Karies hemmen kann.

Was ist ungesund am Weingenuss?

Für Minuspunkte beim Weingenuss sind dagegen Histamine verantwortlich, die dafür sorgen, dass sich die Blutgefäße erweitern. Die Gesichtsröte wäre nicht weiter schlimm, wenn Histamine nicht auch Hauptverursacher für den Kater am nächsten Morgen wären. Salicylsäure ist der Stoff, der sowohl im Wein als auch in der Aspirin-Tablette steckt: Er wirkt generell entzündungshemmend. Auf einen hohen Schwefelgehalt im Wein reagieren manche Menschen allergisch – hier hilft der Blick aufs Etikett. Und der Gehalt von Methyl-Alkohol, eine von mehreren Alkohol-Arten im Wein, ist nicht sonderlich appetitlich: Immerhin handelt es sich in der Theorie um ein starkes Nervengift.

Nicht in Massen, nur in Maßen – Guter Wein zu gutem Essen!

Von der Getränkekarte ist Wein mit seinen vielen Sorten nicht mehr wegzudenken. Das Getränk gehört zu jedem guten Essen. Ernährungswissenschaftler haben herausgefunden, dass Wein einen Wirkstoff enthält, der es schafft, schädliche Fettsäuren im Essen zu neutralisieren oder sogar abzubauen. Als Appetitanreger eignet er sich jedenfalls hervorragend. Denn Wein kurbelt die Produktion der Magensäure an, stimuliert die Leber und fördert auf diese Weise die Verdauung. Wer aber einem Diät-Tipp mit Wein über den Weg läuft, soll bloß nicht daran glauben. Wegen des hohen Zuckergehalts der Trauben und letztlich auch wegen des Alkohols ist Wein ein sehr kalorienhaltiges Getränk. Deshalb gilt wie so oft der Grundsatz: Wein sollte in Maßen und nicht in Massen genossen werden!

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