Kugelrund und zugleich gesund: Die Wassermelone als Durstlöscher Nr. 1

Fruchtig, leicht süß und unsagbar saftig – Die Wassermelone als perfekter Durstlöscher!

Kugelrund und zugleich gesund: Die Wassermelone als Durstlöscher Nr. 1

Ihren großen Auftritt hat sie immer in den besonders heißen Sommerwochen: Kugelrund kommt die Wassermelone daher – außen grün und oft dunkel gefleckt, innen lacht einem das saftige, rote Fleisch an. Mittlerweile gibt es auch bereits Sorten mit gelbem, orangenem und grünem Fruchtfleisch. Allesamt erfüllen sie einen wunderbaren Zweck. Da sie zu über 95 Prozent aus Wasser bestehen, gelten sie als einer der besten Durstlöscher überhaupt. Und weil das Wasser dazu noch in fester, schmackhafter Form daherkommt, sättigt die Frucht noch nebenbei ganz hervorragend.

Wassermelone – Essen und Trinken mit einem Biss

Die Urform der kleinen Kletterpflanze kommt aus Afrika, wo diese damals wegen ihres bitteren Fleischgeschmacks vorwiegend als Samenlieferant diente: Diese Samen wurden geröstet und anschließend zu Mehl verarbeitet, woraus man nahrhaftes Brot backen konnte. Die Rinde wurde an das Vieh verfüttert. Irgendwann wurde dann aus dem Kürbisgewächs eine Sorte mit genießbarem Fruchtfleisch kultiviert. Über Jahrhunderte war die Wassermelone, besonders in den sehr trockenen Gebieten, ein wichtiger Wasserlieferant – zumal sich Wasser auf diese Art und Weise auch noch bequem transportieren ließ, wenn die Kugeln auch immer mehrere Kilogramm auf die Waage bringen. In der westlichen Welt wird die Melone ja meistens roh verspeist: Schon allein der Gedanke an den ersten, saftigen Biss in eine gekühlte Scheibe Melone, löscht beinahe den Durst. Essen und Trinken gleichzeitig ist schon eine Besonderheit in der kulinarischen Welt. Die beim Genuss manchmal störenden schwarzen, manchmal auch weißen Samen, sind bei vielen Sorten bereits „weggezüchtet“ worden.

Andere Länder - andere (Melonen)-Sitten

In Asien werden diese Samen allerdings gerne verwendet – unter anderem zur Herstellung von Kosmetika. Im Nahen Osten sind sie in gerösteter Form auch als Snack sehr beliebt. Seltener jedoch ist die Herstellung von Wassermelonenkernöl bekannt. Das Fleisch wiederum hat auch in zubereiteter Form seine Vorzüge. Während in Russland der Saft herausgepresst und zu Schnaps gebrannt wird, lieben Afrikaner auch die gekochte Variante.

Vitaminlieferant und Bekämpfer von freien Radikalen

Gesund ist die Wassermelone bei einer Diät: Schnell stellt sich nämlich ein Sättigungsgefühl ein, wobei das reichliche Wasser gleichzeitig bei der Entschlackung hilft. Die Frucht enthält nahezu kein Fett. Allerdings muss erwähnt werden, dass die Wassermelone auch nicht ganz so viele Mineralstoffe wie andere Obstsorten liefert. Das macht sie aber mit den Vitaminen A und C wieder wett und schließlich liefert sie mit leuchtend rotem Fruchtfleisch jede Menge des natürlichen Farbstoffs Lycopin, den der Mensch selbst nicht herstellen kann. Diesen Stoff kennen wir aus den saftig roten Tomaten. Er gehört zu den Antioxidantien und unterstützt den Körper bei der Bekämpfung von freien Radikalen. Leider kann der Darm Lycopin nicht so gut in roher Form absorbieren, weshalb an dieser Stelle ein Blick in die chinesische Küche geworfen werden sollte. „Gebratene Wassermelone“ ist dort auf der Speisekarte zu finden und vielleicht auch einmal ein empfehlenswertes Kochexperiment: Dazu wälzt man kleine Melonenstücke in Mehl und gönnt diesen anschließend noch ein Bad in einer Sauce, die aus Eiweiß, Wasser und Stärkemehl hergestellt wird. Traditionell brät man die Wassermelone dann so lange in einem Wok mit heißem Erdnussöl, bis das Fruchtfleisch äußerlich hart und hellgelb wird. Danach mit etwas Zucker bestreuen – fertig ist der etwas andere Snack!

 
 
 

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