Oregano als DER Gewürz-Klassiker: Die vielseitigen Würz-Varianten des Kräuter-Lieblings unter der Lupe!

Oregano – Gewürz und Kräuter-Liebling in der südländischen Kräuterküche: Wir informieren über die geschmacksspezifischen Facetten von Oregano und seine Rolle in der Gewürzmischung „Kräuter der Provence“!

Oregano als DER Gewürz-Klassiker: Die vielseitigen Würz-Varianten des Kräuter-Lieblings unter der Lupe!

"Schmuck der Berge" – schöner könnte der Name für ein Gewürz vielleicht gar nicht sein. Andererseits muss es natürlich ein bisschen kürzer sein. Oregano ist ein Wort aus dem Altgriechischen, was wiederum sehr viel über seine Herkunft sagt: Die Pflanze mag es gerne warm und wächst bevorzugt auf kalkhaltigem Boden – in der warmen Mittelmeerregion wird Oregano am meisten angebaut und landet daher sehr häufig in der griechischen, italienischen, spanischen und türkischen Küche. Aber auch in kälteren Breitengraden, also auf unseren Balkonen in Mitteleuropa, kann er sich durchaus heimisch fühlen.

Gewürz-Klassiker Oregano: Unvergleichlicher Duft und Geschmack

Oregano hat noch einen anderen Namen in der Welt der Botanik und Kräuter: Er wird auch Wilder Majoran genannt. Die bis zu 70 Zentimeter große, schlanke Pflanze mit ihren purpurfarbenen, hübschen Blüten ist frisch eine Wucht: Zerreiben Sie eines ihrer kleinen Blätter zwischen den Fingern, dann macht sich ein intensiver Duft breit. Verantwortlich sind dafür ätherische Öle wie Thymol. Gleichzeitig sorgen Bitterstoffe auch für einen unverwechselbaren Geschmack. Nicht zuletzt glänzt Oregano mit einem relativ hohen Vitamin-C-Gehalt. Oregano ist jedoch nicht gleich Oregano: Es gibt unzählige verschiedene Unterarten, aber die Sorte aus Griechenland gilt als wahrer Klassiker.

Oregano als fester Bestandteil der südländischen Kräuterküche

Zugegeben: In unseren Breiten ist der Wilde Majoran nicht wirklich stark verbreitet – dabei kann man sich mit ihm ganz einfach viel Mittelmeer-Feeling in die heimische Küche holen. Er würzt ganz wunderbar jede italienische Tomatensoße – im nächsten Spaghetti-Gericht sollte Oregano also nicht fehlen. Auch die getrocknete Variante passt dabei ganz gut. Frisch gezupfte Blätter im Ganzen oder in dünnen Streifen geschnitten sollten aber wie so oft Vorrang in der Küche haben. Jede Pizza wird mit einem Schlag durch das leckere Gewürz viel aromatischer. Aber auch bei Lamm- und Fischgerichten ist er ein schmackhafter Begleiter. Fade Gerichte bekommen durch ihn einen Kick.

Oft ist Oregano auch Bestandteil einer Gewürzmischung: Zusammen mit orientalischem Kreuzkümmel oder scharfem Chili sorgt er für eine ganz eigene Note. In den berühmten "Kräutern der Provence" ist er nicht mehr wegzudenken. Übrigens: Wer die Blätter selbst trocknen will, der sollte sich nach der Ernte beeilen. Die Trocknung bei mindestens 40 Grad schützt davor, dass die Blätter eine braune Farbe erhalten.

Die Heilpflanze Oregano hilft bei vielerlei Beschwerden

Oregano wird aber bei weitem nicht nur als "Geschmacksverstärker" genutzt. Aus ihm gewonnenes Öl wird auch teilweise in der Aromatherapie eingesetzt – Dank seiner ätherischen Öle kann er bei Erkältungsbeschwerden helfen und Erkrankungen der Atemwege lindern. Auf natürliche Art und Weise kann er, zum Beispiel aufgebrüht und eingenommen als Tee, ebenso bei Verdauungsbeschwerden unterstützend wirken. Krämpfe können gelöst werden. Es gibt auch Fälle, in denen es von Hebammen verwendet wird, um eine Geburt zu beschleunigen – das war bereits im alten Griechenland der Fall.

Wie auch immer Sie die Gewürz- und Heilpflanze Oregano nutzen wollen: Machen Sie zu Hause Platz für den "Schmuck der Berge".

 
 
 

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