Exotisches Gewürzkraut Koriander: Das Highlight in der Kräuterküche

Kräuter- und Gewürzratgeber Koriander: Exotisches Gewürzkraut für charakteristische Speisen sowie eine vitale Gesundheit!

Exotisches Gewürzkraut Koriander: Das Highlight in der Kräuterküche

Manch einer hat sich auf die Schnelle in der Gemüseabteilung des Supermarkts schon vergriffen und dachte, er hätte eine etwas seltenere Art der glatten Petersilie in den Einkaufswagen gesteckt – geht stattdessen aber mit Koriander nach Hause. Kein Wunder, denn die schon seit Jahrtausenden genutzte Pflanze wird auch als arabische, asiatische, chinesische oder indische Petersilie bezeichnet. Dennoch hat die im östlichen Mittelmeergebiet beheimatete Pflanze einen ganz eigenen, strengen Geschmack, der nicht für jedermanns Gaumen bestimmt ist. Was aber Koriander alles für Ihre Gesundheit tun kann und zu welchen Gerichten es als Gewürz am besten passt, wollen wir Ihnen trotzdem zeigen – vielleicht kommen Sie ja schnell auf den Geschmack.

Gewürzkraut Koriander: Uraltes Kraut mit strengem Eigengeruch

Koriander wird als Gewürzkraut schon im Alten Testament der Bibel erwähnt und wurde in vielen Völkern zu verschiedenen Zwecken genutzt. Die Römer und Griechen würzten damit ihren Wein, in Nordeuropa wurde es vor einigen hundert Jahren gar als Grundlage für ein Parfum genutzt, es galt aber auch zeitweise als Aphrodisiakum. Das aus der Pflanzenfamilie der Doldenblütler stammende Gewächs hat einen starken Eigengeruch, das an den von Wanzen erinnert und wird daher auch als Wanzenkraut oder Wanzendill bezeichnet. Die einjährige Pflanze hat neben den glatten, gezackten Blättern kleine weiße Blüten, die sich im Sommer nur etwa vier Wochen lang zeigen. Aber kommen wir nun ganz schnell zu den gesundheitlichen und kulinarischen Besonderheiten des „Coriandrum sativum“, wie die botanische Bezeichnung von Koriander lautet.

Magenfreundlich und krampflösend

Koriander ist reich an ätherischen Ölen. Er wirkt nervenberuhigend und kann bei Magen-Darm-Problemen hilfreich sein – vorallem wenn diese mit leichten Krämpfen einhergehen. Weil Koriander die Darmtätigkeit anregt, wirkt das Kraut Blähungen entgegen. Daher kämpft das bakterienhemmende Grün im Essen auch gegen das anschließende Völlegefühl. Koriander wird sogar manchen Medikamenten zugesetzt, um sie verträglicher zu machen. Für einen Koriander-Tee werden die getrockneten Früchte genutzt, von denen vor dem Genuss ein halber Teelöffel voll auf 150 Milliliter etwa 15 Minuten lang seine Wirkung entfalten soll.

Koriander – Charakteristisches Gewürz für charakteristische Gerichte

Vor allem in Asien aber auch in Portugal werden die tiefgrünen Blätter der etwa 60 Zentimeter großen Pflanze als Gewürz bzw. Kräuter genutzt. Die Samen passen wiederum zu Fisch- und Fleischgerichten, sind aber auch in Backwaren wie Lebkuchen oder Brot enthalten. Auch finden sie sich in Marmeladen und Soßen wieder. Samen und Blätter gemeinsam sind im Curry vereint. Vor allem indische Fleisch- und Gemüsegerichte kommen kaum ohne Koriandergrün aus. An den leicht bitteren, aber auch an die Zitrone erinnernden Geschmack müssen sich manche Feinschmecker erst gewöhnen. In der richtigen Kombination wurde aber schon so mancher Skeptiker von diesem außergewöhnlichen Gewürz überzeugt!

 
 
 

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