Zähne putzen – aber richtig! Was man beim Zähneputzen beachten sollte

Richtiges Zähneputzen will gelernt sein: Tipps für die tägliche Zahnpflege und optimale Zahnputztechnik!

Zähne putzen – aber richtig!  Was man beim Zähneputzen beachten sollte

Sobald sich die allerersten Zähnchen zeigen, gehört das Zähneputzen zum täglichen Pflichtprogramm eines jeden Menschen. Bei jedem Biss und Schluck nehmen wir jede Menge Bakterien im Mund auf. Zur optimalen Lebenserhaltung unserer Zähne greift man am besten drei Mal täglich zur Bürste – mindestens jedoch zwei Mal sollte absoluter Standard sein, d.h. morgens nach dem Frühstück und abends vor dem Schlafengehen. Denn in der Nacht haben Zunge und Speichel, die beide tagsüber für eine gewisse Selbstreinigung sorgen, ebenfalls Pause.

In der Regelmäßigkeit liegt das Geheimnis gepflegter Zähne

Wer direkt nach jeder Mahlzeit die Zähne putzt, lässt perfekte Hygiene walten. So werden Essensreste gleich entfernt, bevor sie es sich in den dunklen Zwischenräumen gemütlich machen und Schaden anrichten können. Doch im modernen Alltag ist das illusorisch. Hier hat die Industrie allerdings schon jede Menge Hilfsmittel erfunden – wie beispielsweise die sogenannte Trockenzahnpasta, die ohne Zugabe von Wasser funktioniert. Sogar ein kleiner, handlicher Fingerhandschuh sorgt für Erste Hilfe. Effektiv ist aber auch ein zuckerfreier Kaugummi. Das macht selbst zwar nicht sauber, regt aber den Speichelfluss an und hilft allein damit, die schädlichen Säuren zu neutralisieren, die mit jeder Nahrungsaufnahme entstehen. Vor allem Säfte greifen den Zahnschmelz an. Deshalb ist es ratsam, eine gute halbe Stunde nach dem Trinken mit dem Putzen zu warten, damit er durch die harten Borsten nicht noch weiter beschädigt wird.

Zähneputzen will gelernt sein

Und auch während des Putzens kann man eine Menge falsch machen: Zu schnelle und damit ungenügende Reinigung führt zu Karies, Zahnstein oder sonstigen Erkrankungen wie Parodontose. Zu aggressives Putzen oder generell eine falsche Technik schadet über kurz oder lang den Zahnhälsen. Die feinen Nerven liegen dann sprichwörtlich blank und vor allem bei heißem Essen oder kalten Getränken gibt es Schmerzen. Erste Grundregel lautet daher: Konzentrieren Sie sich beim Zähneputzen. Meist geschieht der Vorgang unbewusst. Zweite Grundregel: Besorgen Sie eine kleine Sanduhr und achten Sie darauf, dass Sie mindestens jeweils zwei Minuten der Zahnpflege widmen. Dritte Grundregel: Vermeiden Sie reine Horizontalbewegungen – also lieber von oben nach unten putzen und das noch bei geschlossenem Mund. Richtig ist, den Mund zu öffnen und die Bürste langsam mit sanftem Druck über jeden einzelnen Zahn gleiten zu lassen. Perfektionisten fangen beim oberen Kiefer ganz hinten und den äußeren Zähnen an und arbeiten sich langsam kreisend über die Schneidezähne bis zur gegenüberliegenden Seite vor. Dann erst ist die untere Zahnreihe nach dem gleichen Muster an der Reihe, bevor der Prozess im Rückwärtsgang wiederholt wird: Jetzt sind die inneren Flächen dran – erst unten, dann oben. Und mit den Kauflächen neigt sich der Rundgang dem Ende zu.

Nicht vergessen: Auch Gaumen und Zunge wollen sauber werden. Auf deren Schleimhäute sammeln sich ebenfalls jede Menge Bakterien, die oft zu unangenehmem Mundgeruch führen. Kräftig ausspülen, fertig! Kleiner Extra-Tipp: Da die Zahnbürste trotzdem nicht in alle Ecken kommt, ist der Einsatz von Zahnseide perfekt für die Zwischenräume.

 
 
 

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