Mundduschen, Zahnseide und Mundspülungen: Den Mundraum vor Karies und Entzündungen schützen!

Gesunde Mund- und Zahnpflege: So sorgen Sie mit Mundduschen, Zahnseide und Mundspülungen für eine vitale Mund- und Zahnhygiene

Mundduschen, Zahnseide und Mundspülungen: Den Mundraum vor Karies und Entzündungen schützen!

Die Vorstellung ist freilich unappetitlich: In der Mundhöhle eines jeden Menschen leben hunderte verschiedene Bakterienarten. Alle zusammen werden sie etwas beschönigend &bdquo ;Mundflora“ genannt, was an liebliche Pflanzen erinnert. Grundsätzlich sind die meisten Bakterien im Mundraum dazu da, Krankheitserreger zu bekämpfen. Aber einige Arten haben dann doch Böses im Sinn: Als Plaque sind sie meist Auslöser für Zahnkaries. Die gute, alte Zahnbürste kümmert sich - wenn mindestens zweimal täglich angewendet - um mehr als zwei Drittel des Schmutzes. Um den Rest zu bekämpfen, gibt es jede Menge Hilfsmittel: Mit Zahnseide, Mundduschen und Mundspülungen kann jeder für eine entsprechende Mundhygiene sorgen.

Mundduschen: Kein Ersatz für die Zahnbürste

Die Munddusche wurde bereits im Jahre 1962 erfunden – genau genommen von einem amerikanischen Ingenieur und, wie kann es anders sein, dessen Zahnarzt. Die Methode ist so simpel wie effektiv: Mithilfe eines Wasserstrahls werden große wie kleine Essensreste und sonstiger unerwünschter Belag weggespült. Dies bietet sich vor allem bei besonders eng stehenden Zähnen an. Selbstverständlich kamen im Laufe der Zeit auch „ausgeklügeltere“ Geräte auf den Markt. Sie massierten gleichzeitig das Zahnfleisch. Trotz allem jedoch sollte hierbei beachtet werden, dass eine Munddusche die grundsätzliche Reinigung durch die Zahnbürste keinesfalls ersetzt.

Zahnseide: Unerbittlicher Jäger des Zahnbelags in allen Ritzen

Hartnäckigeren Speiseresten rückt man am besten mit Zahnseide zu Leibe. Viele Zahnärzte empfehlen ihren täglichen Einsatz. Die meisten Patienten nehmen sich das nach jedem Besuch beim Dentist auch vor, doch haben dann schnell viele (Mund-)faule Ausreden, um es dann doch nicht so regelmäßig zu tun. Dabei schafft der geübte Zahnseidennutzer den Rundgang durch die Mundhöhle in knapp einer Minute. Es wird empfohlen, die Zahnseide jeweils um den Zeigefinger zu wickeln, festzuzurren und dann einen Zwischenraum nach dem anderen zu reinigen. Weil die Zahnbürste mit ihren Borsten hier aufgeben muss, sitzen hier auch meist die Bakterien, die Karies auslösen. Dabei reicht es, den Faden in einer C-Form um den Zahn zu legen, und ihn mit sanftem Druck hoch und runter zu bewegen. Weiter geht’s zum nächsten Zahn. Angenehm wird es durch gewachste Seide, die für einen kleinen „Gleiteffekt“ sorgt. Und damit der Vorgang einem regelrecht schmeckt, gibt es natürlich auch Zahnseide mit verschiedenen Geschmacksrichtungen wie Pfefferminz oder Zimt. Ebenso Geschmackssache ist die Verwendung von Einweg-Geräten, also Haltern, bei denen ein Faden zwischen zwei Fühlern eingeklemmt ist.

Zahnseide, die im Übrigen schon in der Steinzeit genutzt worden sein soll, ist bestens geeignet gegen jede Art von weichem Belag, auch Plaque genannt. Das dient natürlich auch zur Vorbeugung von Zahnstein. Ist der allerdings einmal da, hilft nur der Gang zum Zahnarzt, der ihn entfernen kann. Auch Kindern ist der Einsatz von Zahnseide bereits empfohlen. Aber genauso ratsam ist es, dass die Eltern hierbei helfen. Nicht wundern oder erschrecken, wenn es zu kleinen Blutungen kommt: Das Zahnfleisch ist hochempfindlich, beruhigt sich aber mit der Zeit, wenn man die Reinigung regelmäßig vollzieht.

Mundspülungen sorgen lange für frischen Atem

Der Klassiker unter den Mundspülungen ist das Mundwasser – erfunden vor über hundert Jahren von einem Dresdner Geschäftsmann, der alle Bevölkerungsschichten im Kampf gegen die unsichtbaren Bakterien im Mund auf seiner Seite wusste und so ein Vermögen gemacht hat. „Odol“ taufte er sein Mundwasser, was übersetzt eigentlich Zahnöl bedeutet. Die meisten Mundwässer waren schon früher hochprozentige Lösungen mit einem Alkoholgehalt von bis zu 30 Prozent, weshalb ein Verschlucken noch nie ratsam war. Zur Desinfektion der Mundhöhle konnte man am Ende auch auf Alkohol verzichten. Viele Spülungen lassen Ethanol mittlerweile raus aus den Flaschen. Ätherische Öle sollten für ein Frischegefühl sorgen. Kamillenextrakte kümmerten sich um das eventuell gereizte Zahnfleisch. Ganz ohne Risiken sind aber nicht alle Produkte auf dem Markt: So enthalten manche Produkte sogar Inhaltsstoffe, die von Warentestern als gesundheitlich bedenklich eingestuft werden. Auch können manche Produkte bei häufiger Anwendung sogar die Zähne verfärben.

Ob als Konzentrat, als ein paar Tropfen ins Wasser gegeben oder bereits fertig gekauft und verdünnt: Ein kräftiger Schluck wird mehrmals durch den kompletten Mundraum hin- und hergeschaukelt – natürlich auch über die Zunge, auf der es sich Bakterien besonders gern gemütlich machen. Wer will, gurgelt auch im Rachen. Mundwässer kommen an fast alle Stellen, beugen Entzündungen vor und hemmen für mehrere Stunden die Bildung neuer Bakterien, was immerhin zu frischem Atem führen sollte. Und das ist besonders vor dem ersten Kuss eine tolle Sache: Die Spülungen gibt es nämlich schon lange auch als Spray für die Hand- oder Jackentasche.

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