Mit Zahnseide putzt sich‘s gründlicher: Zahnzwischenräume richtig reinigen!

Gesunde Zahnprophylaxe: Mit der Zahnseide für eine optimale Zahnpflege bzw. Zahnhygiene sorgen!

Mit Zahnseide putzt sich‘s gründlicher: Zahnzwischenräume richtig reinigen!

Mit Ihrem strahlenden Lächeln fangen Sie Ihre neue Bekanntschaft ein, denken Sie – bis Ihr Gegenüber die Reste Ihres Frühstücks zwischen den Zähnen bemerkt. Auch das Date nach der Disco hätte erfolgreich sein können, wenn nur Ihr schlechter Atem nicht gewesen wäre. Es gibt also viele Situationen, in denen Zahnseide äußerst hilfreich ist. Nicht nur aus kosmetischen Gründen, sondern auch für die richtige Mundhygiene ist sie heutzutage ein absolutes Muss im Kulturbeutel.

Zahnseide kommt in die kleinste Lücke

Die Zahnbürste bemüht sich redlich und hoffentlich mindestens zwei Mal täglich, aber sie schafft eben doch nicht alles: Ihre Borsten kratzen im wahrsten Sinne des Wortes an der Oberfläche. Zwar werden dadurch rund 70 Prozent des gefährlichen Zahnbelags entfernt, aber was geschieht mit den restlichen 30 Prozent? Nur die Zahnseide schafft es in die besonders engen Zahnzwischenräume: Die Zähne haben allesamt Kontaktpunkte, doch unterhalb von diesen gibt es bekanntlich kleine Lücken. Und weil diese schlecht erreichbar sind – erst recht im hinteren Bereich der Mundhöhle – entsteht hier auch am häufigsten Karies. Das Gleiche gilt für Ränder von Kronen; auch hier macht es sich Zahnbelag leider besonders gern gemütlich.

Diesem kann man vorbeugen, indem man täglich zur Zahnseide greift – am besten abends vor dem Zubettgehen. Leider ist ihr Einsatz noch immer nicht selbstverständlich geworden, auch wenn laut Umfragen fast jeder Fünfte die kleinen, aufgerollten Fäden zu Hause im Kosmetikschränkchen hat. Meist wird die Anwendung direkt nach dem Zähneputzen als lästig empfunden, dabei dauert sie im Grunde genommen höchstens eine Minute: Der Faden wird zwischen beide Zeigefinger gewickelt, gespannt und dann jede Seite eines Zahns C-förmig umschlungen. Ganz vorsichtig wird durch Auf- und Abbewegungen die weiche Plaque „weggewischt“. Oft wird dabei auch zwangsläufig der Zahnfleischsaum berührt, was folglich zu kleinen Blutungen führt. Zwar sind diese nicht weiter schlimm, aber letztlich ein Zeichen einer Entzündung. Auch hier beugt regelmäßige Reinigung mit Zahnseide am besten vor. An Stellen, an denen die Seide sich etwas verhakt, zieht man sie einfach nach vorne weg.

Weiterentwicklung der Zahnseide für den einfachen Gebrauch

Schon Anfang des 19. Jahrhunderts tauchte sie das allererste Mal auf: Seidenfäden wurden für die Zahnreinigung verkauft; zugeschrieben wird diese Erfindung einem amerikanischen Zahnarzt. Später wurde die Seide durch günstigeres und auch reißfesteres Nylon ersetzt. Und im Handel gibt es längst sogenannte „Zahngeigen“ oder Zahnseide-Sticks, die uns die tägliche Anwendung noch ein Stückchen leichter machen sollen. Hierbei handelt es sich um kleine Einweg-Putzgeräte, also kleine Halterungen, in denen die Zahnseide bereits eingespannt ist.

Damit der Putzvorgang noch geschmeidiger wird, haben sich die Hersteller „gewachste Seide“ einfallen lassen. Gewachste Seide verhakt sich deutlich weniger in den Zahnzwischenräumen. Und für ein angenehmes Gefühl sorgen mittlerweile zahlreiche Geschmacksrichtungen: Durch beispielsweise Minze, Zimt oder Erdbeere wird aus der langweiligen, weißen Zahnseide ein wirklich leckerer Faden.

 
 
 

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