Die richtige Zahnpasta bzw. Zahncreme für Kinder und Erwachsene – Sie haben die Qual der Wahl!

Die richtige Zahnpasta für die optimale Zahnpflege: So groß ist die Vielfalt von der Juniorzahnpasta über die Kinderzahnpasta bis hin zur Erwachsenenzahnpasta!

Die richtige Zahnpasta bzw. Zahncreme für Kinder und Erwachsene – Sie haben die Qual der Wahl!

Die Zahnpasta ist von klein auf ein täglicher Begleiter – und zwar ein ganzes Leben lang. Selten, dass man immer bei einer Sorte bleibt. Doch ein Wechsel bedeutet meist die Qual der Wahl vor dem Supermarktregal: Unzählige Marken mit noch mehr Geschmacksrichtungen in unterschiedlichen Tubengrößen und diversen Versprechen machen den Spontan-Einkauf wirklich schwer. Weißmacher, frisch, mild, süß, glitzernd, schäumend, für empfindliche Zähne oder Bio-Zahncreme: Wir von Wellnessium.de versuchen, etwas Licht in den Zahnpasta-Dschungel zu bringen.

Fluorid härtet Zahnschmelz und schützt vor Karies

Grundsätzlich wird zwischen Jung und Alt unterschieden: Es gibt Kinderzahnpasta und Erwachsenenzahnpasta. Die wesentliche Differenz besteht genau genommen in der Fluorid-Dosis. Fluor ist ein Spurenelement, das vor Karies schützen kann und den Zahnschmelz härtet. Es wird durch die Zahnpasta zugeführt, doch sollte es besser nicht verschluckt werden. Weil gerade Kinder dies jedoch gerne machen, ist die Fluoridmenge in Kinderzahnpasta mit 500 Milligramm nur rund ein Drittel so hoch wie bei Zahncreme für Erwachsene. Außerdem kann sich die Überdosis, falls sie nicht in den Magen gelangt, auch in Form unschöner Flecken später auf den Zähnen ablagern.

Ab sechs Jahren darf man davon ausgehen, dass Kinder nicht mehr zum Verschlucken neigen und somit zur Erwachsenenzahnpasta greifen dürfen. Spätestens dann, also wenn sich die ersten Milchzähne verabschiedet haben, müssen die Zähne auch bedeutend mehr Fluorid bekommen. Damit der Umstieg auf die zumeist Menthol-frischen Cremes nicht ganz so hart ausfällt, hat der Handel die Juniorzahnpasta mit milderem Geschmack auf den Markt gebracht. Mild muss dann allerdings nicht unbedingt einen fruchtigen Geschmack nach Erdbeere bedeuten – völlig unnötig und völlig künstlich. Es gibt inzwischen diverse Pasten für Kleinkinder mit neutralem Geschmack. Unser Tipp für mehr Spaß beim Putzen: Lieber in eine coole, bunte Zahnbürste investieren – und damit natürlich nicht zu kurz durch die Mundhöhle kreisen.

Die Zahnpasta muss ein Schaumschläger sein

Die Qualität einer Zahnpasta bemisst sich auch an ihren Wirkstoffen. Nicht wegzudenken ist zum Beispiel Natriumlaurylsulfat. Hierbei handelt es sich um eine waschaktive Substanz. Zwar sollte dieses sogenannte Tensid im Mund nicht so schäumen wie die Waschmaschine, doch in der richtigen Konzentration sorgt es mit seinen kleinen Bläschen dafür, die Inhaltsstoffe auch an schwer zugängliche Mundbereiche zu verteilen. Zudem wird dadurch der Zahnbelag aufgelockert – er lässt sich folglich einfacher entfernen.

Inwieweit man in puncto Zahnpflege auf die Tube drücken will, bestimmt jeder selbst. Von einer guten Zahnpasta erwarten viele, dass sie im Großeinsatz Parodontitis, Entzündungen, Zahnstein und Mundgeruch bekämpft oder dem zumindest vorbeugt. Aber bei Weitem nicht alle Produkte auf dem Markt sind die gewünschten Alleskönner. Manche kümmern sich sogar um nichts von alledem, was übrigens überhaupt nichts mit dem Preis zu tun hat – mehrfach haben gerade Billig-Zahncremes aus dem Discounter überzeugen können.

Schmirgeleffekt kann gefährlich für den Schmelz sein

Neben dem bereits angesprochenen Fluorid enthält die Zahnpasta auch ein Feuchthaltemittel. Sorbitol sorgt dafür, dass die Zahnpasta während ihres (angebrochenen) Lebens nicht austrocknet. Konservierungsmittel müssen sie lange haltbar machen. Am Ende sind diverse Aromen dafür verantwortlich, dass die eine Pasta nach Kaugummi und die andere nach Minze schmeckt. Putzkörper sind natürlich auch selbstverständlich, sonst würde eine Zahncreme ja ihren Hauptzweck verfehlen. Sie sollen die gefährliche Plaque bestmöglich entfernen, doch gibt es diesbezüglich auch Unterschiede: Experten bezeichnen die „Putzstärke“ einer Zahnpasta auch als Abrasivität. Dieser Abrieb gibt an, wie stark die Pasta an der Zahnoberfläche schmirgelt und den Zahnschmelz mitunter nachhaltig schädigt. In der Regel gibt es auf jeder Tube mit dem sogenannten RDA/RDE-Wert eine Herstellerangabe: Je höher der Zahlenwert, desto stärker die Abriebkraft. Achten Sie mal beim nächsten Einkauf darauf!

Viele Menschen leiden auch unter Überempfindlichkeit von Zähnen. Diese Überempfindlichkeit  äußert sich dann oft in einem Schmerz bei Heißgetränken oder einer Kugel Eis. Spezialcremes enthalten Inhaltsstoffe, die die Nervenkanälchen verstopfen, sodass man von den unangenehmen Reizen nichts mehr merkt. Aber auf Dauer ersetzt dies natürlich nicht den Gang zum Zahnarzt.

Die weißen Beißer werden im Laufe ihres ständigen Kauens von Nahrungsmitteln irgendwann mal gelb bzw. bräunlich. Ohnehin besitzen Mitteleuropäer von Natur aus übrigens keine strahlend-weißen Zähne: Ihr Weiß ist eher etwas gelb-gräulich. Wer dennoch die Kauleiste sichtbar aufhellen will, greift gerne mal zur Spezialpasta. Meistens verspricht diese dann mehr als sie halten kann, denn die enthaltenen Bleichmittel sind entweder zu schwach für einen deutlich sichtbaren Effekt oder haben Nebenwirkungen. Hier gilt: Eine professionelle Zahnreinigung durch den Zahnarzt bringt meist das strahlende Lächeln ganz natürlich zurück.

 
 
 

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